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Freigabebegründungen

Kinostart am 20.06.2024

Ein neues Leben, TN 2021
Filmplakat: Ein neues Leben
Drama über einen tunesischen Jungen aus ärmlichen Verhältnissen, dessen Leben sich nach einem Unfall plötzlich ändert: Ein reiches Ehepaar unterstützt die Familie und zahlt seine Krankenhauskosten. Er freundet sich auch mit dem Sohn des Paares an, der nach einer Nierentransplantation aus der Klinik kommt. Nur langsam spürt er, dass etwas nicht stimmt. Die Geschichte ist überwiegend ruhig und ganz aus der Perspektive des Jungen erzählt. Differenziert beleuchtet sie die persönlichen Folgen eines Organverkaufs aus materiellen Motiven. 12-Jährige sind auf der Basis ihrer Medienerfahrung bereits in der Lage, mit diesem Thema umzugehen, da es durchweg empathisch und behutsam dargestellt wird. Einzelne Darstellungen von Gewalt gegen Minderjährige, auch die Thematisierung sexueller Gewalt sowie von selbstschädigendem Verhalten kann diese Altersgruppe in den Kontext einordnen und sich davon ausreichend distanzieren. Eine Beeinträchtigung ist für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Deskriptoren: sexualisierte Gewalt,Gewalt,Selbstschädigung

Ivo, D 2024
Filmplakat: Ivo
Das Drama erzählt von einer ambulanten Palliativpflegerin, die unheilbar Kranke und ihre Angehörigen betreut. Als sie eines Tages die Betreuung einer schwerkranken engen Freundin übernimmt, ergeben sich für sie ganz neue Herausforderungen – zumal sie eine Affäre mit deren Mann beginnt. Die Geschichte zeigt realistisch, nüchtern und in nahezu dokumentarischem Stil den professionellen Umgang der Hauptfigur mit Sterben und Tod. Die sensible, unaufgeregte Herangehensweise ermöglicht es bereits 12-Jährigen, ohne Überforderung mit diesen Themen umzugehen. Auch die Thematisierung von Sterbehilfe sowie einzelne, zurückhaltende Darstellungen von Nacktheit und Sexualität kann diese Altersgruppe in den erzählerischen Kontext einordnen und sich ausreichend distanzieren. Eine Beeinträchtigung ist nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Deskriptoren: Drogenkonsum,Sexualität

STING, AUS 2024
Filmplakat: STING
Horrorfilm über ein Mädchen, durch dessen Fenster in einem New Yorker Wohnhaus eines Tages ein mysteriöses Ei kracht. Mit der kleinen Spinne, die daraus schlüpft, freundet sich das Mädchen schnell an – doch mit ihrer Faszination für das Wesen wächst auch die Spinne. Bald zeigt sich, dass die Spinne böse Absichten hat. Die Geschichte ist mit zahlreichen typischen Genreelementen sowie genauer Figurenzeichnung erzählt und baut in düster-bedrohlicher Atmosphäre eine wachsende Spannung auf, welche in einigen teils drastischen Gewalt- und Verletzungsdarstellungen mündet. Jugendliche ab 16 Jahren sind auf der Basis ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung in der Lage, diese Aspekte in das Genregeschehen einzuordnen. Die deutlich fiktionale Story erleichtert dabei ebenso wie typische Motive des Horrorfilms die Distanzierung. Eine Überforderung ist für diese Altersgruppe nicht anzunehmen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Deskriptoren: Verletzung

The Bikeriders, USA 2024
Filmplakat: The Bikeriders
Von realen Ereignissen inspiriertes Drama über einen Motorradclub, dessen Mitglieder Mitte der 1960er-Jahre auf den Highways der USA eine neue Freiheit zu suchen. Im Lauf der Jahre mündet diese Suche jedoch in Gewalt, Drogenkonsum und organisiertes Verbrechen. Der Film enthält mehrere Szenen mit körperlicher Gewalt, bei denen es sich überwiegend um Faustkämpfe handelt. Vereinzelt wird Drogenkonsum gezeigt, der Sprachgebrauch ist teilweise vulgär und sexualisiert, und in einer Szene wird eine Frau massiv bedrängt. Diese Szenen und Verhaltensweisen stehen jedoch nicht im Vordergrund, werden klar in das historische Biker-Milieu eingeordnet und sind dramaturgisch eingebettet. Zuschauende ab 12 Jahren sind in der Lage, diese Szenen mit angemessener Distanz zu betrachten und kritisch zu hinterfragen. Entlastend wirkt darüber hinaus, dass die Konflikte nachvollziehbar und meist positiv aufgelöst werden. Beeinträchtigungen lassen sich daher bei Zuschauenden ab 12 Jahren ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Deskriptoren: sexualisierte Gewalt,Gewalt,Verletzung

Was uns hält, I 2020
Filmplakat: Was uns hält
Familiendrama, das die Beziehung eines Paares über einen Zeitraum von 40 Jahren schildert. In den frühen 1980ern gründen die beiden in Neapel eine Familie, doch ein Seitensprung des Mannes bringt die Ehe ins Wanken. Der Film enthält zahlreiche Szenen mit Beziehungskonflikten, in die auch die Kinder das Paares involviert werden. Es gibt Szenen mit Nacktheit und sexuellen Handlungen, die aber nicht explizit bebildert sind und von Jugendlichen ab 16 Jahren problemlos verarbeitet werden können. Auch Suizidversuche und spätere Ängste anderer Figuren, dass dies sich wiederholen könnte, sind schlüssig in die Handlung eingebunden und können von Zuschauenden ab 16 Jahren entsprechend eingeordnet werden. Negative Vorbildwirkungen lassen sich ausschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Deskriptoren: Selbstschädigung,Sexualität

Freigabebegründungen

Kinostart am 13.06.2024

Ein Schweigen, F 2023
Drama über die Frau eines prominenten Rechtsanwalts in Frankreich, der durch einen Fall von Pädophilie ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerät. Es stellt sich heraus, dass die Familie dreißig Jahre lang über ein düsteres Geheimnis geschwiegen hat. Nun beginnt die Fassade allmählich zu bröckeln. Der Film thematisiert in den Dialogen mehrfach sexuelle Gewalt, Pädophilie und Kinderpornografie; sexuelle Handlungen werden jedoch nicht gezeigt. Zuschauende ab 12 Jahren sind aufgrund ihres Entwicklungsstands in der Lage, diese Themenbereiche zu verstehen und die geschilderten Konflikte angemessen zu verarbeiten. Nachhaltige Belastungen sind daher nicht zu befürchten. Auch einzelne Szenen, in denen Personen bedroht oder körperlich attackiert und verletzt werden, sind schlüssig in die Handlung eingebunden und bewegen sich in einem Rahmen, der Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren nicht überfordert.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Deskriptoren: sexualisierte Gewalt,Bedrohung,Verletzung

FOSSIL, D 2023
Filmplakat: FOSSIL
Drama über einen Kohlearbeiter, der seit 40 Jahren im Tagebau beschäftigt ist und nicht akzeptieren will, dass die Kohleförderung eingestellt wird. So zieht er in seinen persönlichen Kampf gegen Vorgesetzte, gegen "Öko-Spinner" – und schließlich sogar gegen seine eigene Tochter. Das differenzierte Porträt eines alternden Mannes zwischen Starrsinn und Mut ist überwiegend ruhig erzählt und konzentriert sich auf die Figuren und Dialogszenen. In diesem Kontext, der Raum für Reflexion und eigene Bewertungen lässt, sind bereits 12-Jährige in der Lage, mit kurzen, zurückhaltend inszenierten Sexszenen sowie mit der Thematisierung eines Suizids umzugehen. Da die Aspekte gut in die Handlung eingebunden sind und der Suizid besprochen und explizit kritisiert wird, kann sich diese Altersgruppe ausreichend distanzieren. Eine Überforderung ist nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Deskriptoren: Selbstschädigung,Sexualität

Problemista, USA 2023
Filmplakat: Problemista
Komödie über einen jungen Spielzeugdesigner aus El Salvador, dessen Arbeitsvisum in den USA abzulaufen droht. Deshalb übernimmt er den Job eines Assistenten bei einer exzentrischen und unberechenbaren Kunstkritikerin – und gerät so in einige haarsträubende Situationen. Der Film thematisiert auf satirische Weise und mit surrealen und phantastischen Elementen die New Yorker Kunstszene sowie das US-amerikanische Einwanderungssystem. 12-Jährige sind bereits in der Lage, einzelne bedrohliche und gewalthaltige Passagen sowie eine kurze, drastische Verletzungsdarstellung in einer traumartigen Szene zu verarbeiten. Da die Inszenierung insgesamt zurückhaltend ist, kann diese Altersgruppe die genannten Aspekte in den Kontext und den deutlich überhöhten Stil des Films einordnen und sich ausreichend distanzieren, ohne dass das Risiko einer Beeinträchtigung besteht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Deskriptoren: Sexualität,Bedrohung,Verletzung

Siccin 7, TR 2024
Filmplakat: Siccin 7
Horrorfilm über einen Arzt, der vor einer Kinderbettlermafia fliehen muss und sich mit seiner Familie in der Villa seines Onkels versteckt. Dort kommt es bald zu unheimlichen Geschehnissen, die darin gipfeln, dass bei einem finsteren Ritual ein Kind geopfert werden soll. Der Film hat eine bedrohliche Grundatmosphäre und enthält neben genretypischen Spannungsszenen auch mehrere drastische Gewalt- und Verletzungsdarstellungen. Auch gibt es Szenen, in denen Selbstverletzungen und Selbsttötungen deutlich gezeigt werden. Jugendliche ab 16 Jahren sind allerdings in der Lage, all diese Szenen im Kontext der übersinnlichen Horrorgeschichte zu betrachten und eine emotionale Distanz zu wahren. Zudem werden die Gewalthandlungen nicht verherrlicht. Nachhaltige Ängstigungen oder negative Vorbildwirkungen sind daher bei Zuschauenden ab 16 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Deskriptoren: Gewalt,Selbstschädigung,Verletzung

Sleep With Your Eyes Open, D,ROC,AR,BR 2024
Filmplakat: Sleep With Your Eyes Open
Komödie über eine Urlauberin aus Taiwan, die in einer brasilianischen Küstenstadt die Bekanntschaft eines Regenschirmverkäufers macht und durch eine Verkettung skurriler Zufälle Einblicke in die Community chinesischer Arbeitsnomaden erhält. Der insgesamt ruhig inszenierte Film enthält eine explizit bebilderte Sexszene, bei der auch Genitalien in Nahaufnahme zu sehen sind. Die sexuellen Handlungen haben jedoch keinen pornografischen Charakter, sind schlüssig in die Gesamthandlung eingebunden und können von Jugendlichen ab 16 Jahren entsprechend eingeordnet und überforderungsfrei verarbeitet werden. Gleiches gilt für den Gebrauch diskriminierender Sprache, den Zuschauende ab 16 Jahren in den Handlungskontext einordnen und angemessen kritisch hinterfragen können. Negative Wirkungen sind nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Deskriptoren: Sexualität



 
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